Du als Vermieter:in legst fest, was du pro Nacht für die Vermietung deines Wohnmobils oder Wohnwagens verdienen möchtest. Du erhältst den Betrag, den du festlegst, und das System rechnet automatisch die Servicegebühr und die Versicherung obendrauf, die der:die Mieter:in bei der Buchung bezahlt. Die Preisgestaltung muss nur einmal eingerichtet werden.
Wie sich der Betrag zusammensetzt, den du verdienst, und was der:die Mieter:in bezahlt, findest du hier: Servicegebühr und Versicherung: was du verdienst und was die Mieter:in bezahlt.
Dein Nachtpreis passt sich an vier Nachfragestufen übers Jahr an, so verdienst du mehr, wenn die Nachfrage hoch ist, und bleibst wettbewerbsfähig, wenn es ruhiger ist.
Warum dein Preis übers Jahr variiert
Die Nachfrage nach Campern verteilt sich nicht gleichmässig übers Jahr, und sie folgt nicht überall demselben Muster.
Lange Wochenenden sind stark. Ostern, Auffahrt und Pfingsten gehören zu den meistgesuchten Zeiträumen des Jahres.
Die Saison ist länger als gedacht. Der September bleibt in vielen Märkten stark für Herbstreisen.
Die starken Wochen unterscheiden sich je Land. Ostern ist in der Schweiz eine der stärksten Perioden, in Skandinavien ist es dann für viele Mieter:innen noch zu kalt.
Mit Nachfragestufen folgt dein Nachtpreis diesen Mustern, so verschenkst du in gefragten Wochen kein Geld und bist in ruhigen Wochen nicht zu teuer.
Die vier Nachfragestufen
Stufe | Preis |
Sehr hohe Nachfrage | 120% deines Basispreises |
Hohe Nachfrage | 100%, dein Basispreis |
Mittlere Nachfrage | 80% deines Basispreises |
Geringe Nachfrage | 60% deines Basispreises |
Du legst den Preis für die Stufe "Hohe Nachfrage" fest. Das ist der Nachtpreis, den du in deiner besten regulären Saison gerne verlangst, denk an eine typische Juli-Nacht. Daraus berechnen wir die drei anderen Preise automatisch in 20%-Schritten.
Jeder Preis ist veränderbar. Wenn du mehr Kontrolle möchtest, kannst du jede der vier Stufen einzeln anpassen.
Der Nachfragekalender
Sobald deine Preise gesetzt sind, weist der Nachfragekalender jedem Tag im Jahr die passende Stufe zu. Wir haben die tatsächliche Buchungsnachfrage für jeden Tag des Jahres in jedem Land auf der Plattform analysiert und mit diesen Daten jeden Tag einer der vier Stufen zugeordnet. Das bedeutet:
Lange Wochenenden und Schulferien erhalten die Stufe, die sie verdienen
Ruhige Wochen in der Übergangszeit spiegeln das wider
Länderspezifische Muster werden berücksichtigt, was in der Schweiz sehr hohe Nachfrage hat, kann in Schweden mittel sein
Bewegliche Feiertage wie Ostern werden jedes Jahr automatisch aktualisiert
Von einem Jahr aufs andere musst du nichts anpassen. Der Kalender aktualisiert sich selbst, und deine vier Preise bleiben bestehen.
Empfehlung
Egal, ob du ein neues Fahrzeug einstellst oder ein bestehendes bearbeitest, wir schlagen Preise auf Basis dessen vor, was andere Vermieter:innen in deiner Region verlangen, dieselben Marktdaten, mit denen wir heute Preise vergleichen. Wir berücksichtigen nur Fahrzeuge, die tatsächlich gebucht wurden, so spiegeln die Empfehlungen Preise wider, die zur echten Nachfrage passen. Die Empfehlungen folgen derselben Struktur von +20% / -20% / -40%. Sie sind ein Ausgangspunkt, keine Vorgabe, und wir verbessern sie laufend.
Rabatte für längere Buchungen
Du kannst Rabatte für längere Buchungen anbieten, die das ganze Jahr über und über alle Nachfragestufen hinweg gelten. Es gibt vier Rabattstufen je nach Buchungsdauer:
Wochenrabatt: ab 8 Nächten
2-Wochen-Rabatt: ab 14 Nächten
Monatsrabatt: ab 28 Nächten
Langzeitrabatt: ab 56 Nächten
Jede Rabattstufe lässt sich einzeln einstellen, mit einem Rabatt deiner Wahl. Der Rabatt gilt für die gesamte Buchung, nicht nur für die Nächte über dem Schwellenwert. Es gilt immer nur die höchste passende Stufe, eine Buchung über 30 Nächte erhält also den Monatsrabatt auf jede Nacht, nicht zusätzlich den Wochen- und 2-Wochen-Rabatt.
Ein Beispiel: bei einem Nachtpreis von CHF 100 und 15% 2-Wochen-Rabatt ergibt eine Buchung über 14 Nächte:
14 × 100 × 85% = CHF 1'190
Übergabepauschale
Zusätzlich zu deinen Nachtpreisen kannst du eine Übergabepauschale verlangen. Damit deckst du deinen Aufwand für die Übergabe ab, oder du machst kürzere Buchungen für dich lohnender.
Inbegriffene Kilometer
Wenn du ein Wohnmobil oder einen Campingbus vermietest, kannst du eine begrenzte oder unbegrenzte Anzahl inbegriffener Kilometer anbieten. Bei der begrenzten Option wählst du die inbegriffenen Kilometer pro Woche und den Preis für Zusatzkilometer. Dieser Betrag wird nach dem Check-out automatisch von der Kaution der mietenden Person abgezogen.
Preisstrategien für den Start
Am Anfang lohnt es sich oft, deinen Camper etwas günstiger anzubieten, um erste Buchungen zu bekommen und positive Bewertungen zu sammeln. Sobald du eine stabile Nachfrage hast, sieh dir deine Preise noch einmal an und passe sie näher an die Marktpreise an, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Weitere Preisstrategien
Konkurrenz beobachten. Schau dir regelmässig die Preise ähnlicher Fahrzeuge in deiner Region an, damit dein Camper konkurrenzfähig positioniert ist.
Rabatte für lange Buchungen nutzen. Damit ziehst du Mieter:innen an, die Mietdauer steigt und deine Auslastung verbessert sich.
Deine Fahrzeugseite stark halten. Gute Fotos und eine vollständige Beschreibung bringen dir so viel Buchungen wie dein Preis.


